Stoppt intergenerationale Kinderarmut – jetzt, in ganz Europa
Jetzt Petition unterzeichnen:
Die kommenden Monate sind entscheidend: Die Europäische Union verhandelt ihren Mehrjährigen Finanzrahmen für 2028–2034 – ein Budget von rund ein bis zwei Billionen Euro. Jetzt wird festgelegt, welche Prioritäten Europa setzt. Und welche Zukunft es seinen Kindern ermöglicht.
Fast jedes vierte Kind in Europa ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Wer ohne ausreichende Ernährung, gute Bildung und verlässliche Unterstützung aufwächst, entscheidet sich nicht für Armut – Armut wird vorgegeben. Es fehlt nicht an Talent, sondern an fairen Chancen.
So verfestigt sich Benachteiligung von Generation zu Generation.
Intergenerationale Kinderarmut endet nur, wenn wir frühzeitig, entschlossen und strukturell handeln.
Kinderarmut ist kein Schicksal. Sie ist vermeidbar.
Was es braucht, sind langfristige Investitionen in Prävention – in Sozialarbeit, Bildung, Familienbegleitung und frühe Unterstützung. Prävention stärkt Familien, eröffnet Entwicklungschancen und durchbricht den Kreislauf der Armut nachhaltig.
Wir fordern drei konkrete Maßnahmen:
- Verlässliche EU-Finanzierung für Prävention sichern
- Den Nachfolger des ESF+ (Europäischer Sozialfonds Plus – zentrales EU-Finanzierungsinstrument für Beschäftigung, Qualifizierung und soziale Inklusion) als eigenständiges, stark ausgestattetes Instrument für soziale Inklusion erhalten.
- Mindestens 25 % der Mittel verbindlich für soziale Inklusion vorsehen.
- Ein eigenständiges EU-Budget von 20 Milliarden Euro für die Europäische Kindergarantie schaffen, wie auch vom EU-Parlament gefordert.
- Mindestens 5 % der Mittel je Mitgliedstaat für die Kindergarantie sichern – mit höheren Anteilen in Ländern mit besonders hoher Kinderarmut.
- Sicherstellen, dass auch IPA III (Instrument für Heranführungshilfe – EU-Förderinstrument zur Unterstützung von Beitrittsländern) Prävention und gemeindenahe Dienste priorisiert.
- Prävention strukturell in der Kindergarantie verankern
- Gemeindenahe, präventionsorientierte Angebote verbindlich in nationale Aktionspläne aufnehmen.
- Bewährte Modelle wie das CONCORDIA Tageszentrumsmodell – das Bildung, psychosoziale Begleitung, Familienarbeit und Gemeinwesenorientierung integriert – als Good Practice anerkennen, finanziell absichern und europaweit skalieren.
- Mehrjährige, stabile Finanzierung statt kurzfristiger Projektlogiken gewährleisten.
- Prävention systematisch in Monitoring und Evaluierung integrieren.
- In Fachkräfte investieren
Prävention braucht qualifizierte Menschen.
Mehr als 13 Millionen Fachkräfte arbeiten im sozialen Sektor der EU – das entspricht rund 8 % der gesamten Erwerbstätigen. Der Sektor erwirtschaftet etwa 5,9 % der EU-Wertschöpfung (rund 590 Milliarden Euro im Jahr 2022) und trägt maßgeblich zu Bildung, Gesundheit und Betreuung bei.
Gleichzeitig berichten 85 % der Träger von Personalmangel, fast 30 % von gravierenden Engpässen. Ohne ausreichende Investitionen in Ausbildung, Rekrutierung, langfristige Bindung und faire Arbeitsbedingungen für Sozialarbeiter*innen, Pädagog*innen, Psycholog*innen und weitere Fachkräfte bleiben politische Zusagen wirkungslos. Starke Prävention braucht starke Strukturen – und ausreichend qualifizierte Fachkräfte.
Jetzt handeln
Intergenerationale Kinderarmut in Europa darf nicht länger hingenommen werden.
Europa kann – und muss – mehr tun. Unterzeichnen Sie diese Petition und fordern Sie die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten auf, Prävention ins Zentrum der europäischen Sozialpolitik und der Budgetentscheidungen zu stellen.
Jede Stimme zählt. Hier können Sie den gesamten Petitionstext runterladen.
