23.11.2021: Fabian Robu ist ein Urgestein und leidenschaftlicher Sozialarbeiter bei CONCORDIA Rumänien. Vor 28 Jahren begann er als Freiwilliger bei CONCORDIA mit Kindern und Jugendlichen, die zuvor auf der Straße lebten, zu arbeiten.

Ein Moment, an den ich mich gerne erinnere, ist, als mich eines der Kinder fragte: „Fabian, warum bist Du von Zuhause weg gegangen?“ Diese Frage war unter Straßenkindern üblich.

Fabian Robu ist ein Urgestein und leidenschaftlicher Sozialarbeiter bei CONCORDIA Rumänien. Vor 28 Jahren begann er als Freiwilliger bei CONCORDIA mit Kindern und Jugendlichen, die zuvor auf der Straße lebten, zu arbeiten.

1993 eröffnete CONCORDIA in Bukarest das Sozialzentrum St. Paul im Bukarester Bahnhof für Menschen, die auf der Straße leben und kein Zuhause haben.

Aus Fabian`s Freiwilligenjahr wurde seine Lebensaufgabe. Seit 2013 betreut Fabian die familienähnliche Wohngruppe Casa Eva in Ploiești/Rumänien.

 

Im Interview erzählt Fabian über seine Arbeit mit den Kindern bei CONCORDIA: 

"Von Anfang an war ich von der Fähigkeit der Organisation überzeugt, Lösungen für das „Straßenkinder-Phänomen“ zu finden, das unmittelbar nach der rumänischen Revolution im Jahr 1989 aufkam. Im Lauf der Zeit ist das „Phänomen Straßenkinder“ zurückgegangen und CONCORDIA hat ihr Programm an die bestehenden sozialen Nöte angepasst und tut dies heute auch noch sehr gut.

Ein Moment, an den ich mich gerne erinnere, ist, als mich eines der Kinder fragte: „Fabian, warum bist Du von Zuhause weg gegangen?“ Diese Frage war unter Straßenkindern üblich. Wir lebten zusammen, im selben Gebäude.

Die Aktivitäten, die wir für sie organisierten, zielten darauf ab, sie davon zu überzeugen, ihr Leben auf der Straße aufzugeben, emotional stabil zu werden und sich davon zu überzeugen, dass jemand, CONCORDIA, an ihrer Stelle ist und will, dass sie in Sicherheit sind. Als dies alles einigermaßen gewährleistet war, begannen wir mit der Alphabetisierung, ihrer Einschulung und so weiter.

Die Antwort auf diese Frage war für mich ziemlich klar, aber ich habe gemerkt, dass die Frage eigentlich so ernst wie möglich war und für mich hieß, dass ich in ihrem Leben eine Rolle spielte und akzeptiert wurde. Jetzt war ich an der Reihe, wie alle anderen, zu sagen, warum ich von Zuhause weg gegangen bin.

Warum habe ICH meine Zuhause verlassen?

Ich habe zu mir selbst gesagt: „Okay, ein Jahr Freiwilligenarbeit, Menschen helfen, ich glaube, das würde mir helfen.Das war der Grund, ich wollte eine soziale Erfahrung haben und deswegen bin ich von Zuhause weg gegangen."

 

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