Inklusive Beschäftigungsfähigkeit, Frieden und Sicherheit für benachteiligte junge Erwachsene auf beiden Seiten des Nistru-Flusses

Laufzeit: 1. Juli 2021 - 30. Juni 2024

Land: Republik Moldau

Orte: Chisinau, Congaz, Cosăuți, Nisporeni

Gefördert durch:

Austrian Development Agency (ADA)

SDGs: 1, 4, 5, 8, 10, 16, 17

 

In Zusammenarbeit mit: Caritas Wien

Pfad: Beschäftigung und Social Business

Ansprechpersonen: Eugeniu Rotari, Projektverantwortlicher CONCORDIA Moldau (Chișinău), +373 22 234991, eugeniu.rotari@concordia.md; Nadja Kohlbach-Horesovsky, Projektverantwortliche CONCORDIA International (Wien) +43 1 212 8149-26, nadja.kohlbach-horesovsky@concordia.or.at

KURZBESCHREIBUNG

Wings4Youth ist ein Projekt zur Förderung der Beschäftigungschancen von jungen Erwachsenen, die teilweise oder gänzlich in Fremdbetreuung aufgewachsen sind – sogenannte care leavers – und dieses geschützte Umfeld nun verlassen, um in ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben zu starten.

Das für drei Jahre angelegte Projekt baut auf den Resultaten eines ebenfalls von der Austrian Development Agency geförderten Vorgänger-Projekts auf, wobei die Aktivitäten nun über die Hauptstadt Chisinau hinaus auf die Gemeinden Cosăuți, Nisporeni und Congaz ausgeweitet werden. Ein umfassendes Angebot an kapazitätsbildenden Maßnahmen soll die Selbstständigkeit der jungen care leavers fördern und ihre Integration in den Arbeitsmarkt nachhaltig erleichtern.

Besonderes Augenmerk wird dabei auf junge Frauen gelegt. Neben den care leavers werden außerdem JugendbetreuerInnen (sogenannte care professionals) durch diverse Weiterbildungen von den Projektaktivitäten profitieren.
Mittels Advocacy-Aktivitäten sollen darüber hinaus günstigere rechtliche Bestimmungen zur Förderung der sozio-ökonomischen Integration von care leavers geschaffen werden. Dank Vernetzung mit dem Unternehmens-Sektor können erste praktische Erfahrungen gesammelt und bestenfalls langfristige Beschäftigungsverhältnisse erlangt werden.

Nicht zuletzt hat Wings4Youth auch eine friedensfördernde Komponente: dank einer strategischen Partnerschaft mit der Caritas Wien, die ähnliche Aktivitäten in Transnistrien umsetzt, wird mittels gemeinsamer Sommer-Camps, Studienreisen und Austauschtreffen junger Menschen von beiden Seiten des Nistru-Flusses Toleranz und Verständnis in der Gesellschaft gefördert.

Mit den geplanten Maßnahmen baut dieses Projekt auf folgenden Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) auf:

(1) Keine Armut: Armut in all ihren Formen und überall beenden

(4) Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für Alle fördern

(5) Geschlechtergleichheit: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen

(8) Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für Alle fördern

(10) Weniger Ungleichheiten: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

(16) Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

(17) Partnerschaften zur Erreichung der Ziele: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen.

AUSGANGSLAGE

Die Republik Moldau zählt zu den ärmsten Ländern Europas und ist gleichzeitig das Land mit der höchsten Arbeitsmigration. Insgesamt lebt rund ein Drittel der Landbevölkerung (31,6%) unterhalb der Armutsgrenze, bei Haushalten mit drei oder mehr Kindern noch mehr (42%)[1].

Der massive Braindrain verknüpft mit fehlenden Arbeits- und Ausbildungsplätzen stellt das Land vor enorme sozio-ökonomische und gesellschaftliche Herausforderungen. Einer von drei jungen Menschen in der Republik Moldau ist entweder arbeitslos oder nicht in Ausbildung. Junge Frauen sind dabei noch häufiger betroffen als junge Männer (34,8% bzw. 23,2%).

Im Alter von 18 Jahren ist es wahrscheinlicher, dass care leavers nicht erwerbstätig sind, keine Ausbildung absolvieren und somit sozial ausgegrenzt oder sogar obdachlos werden. Das Projekt Wings4Youth befasst sich mit vier Ursachen, die zu diesem Zustand führen: dem Missverhältnis zwischen den Qualifikationen von Unternehmen und jungen Erwachsenen, der Migration hochqualifizierter Arbeitskräfte, der Kluft zwischen Theorie und Praxis bei der Unterstützung der "Out-of-Care"-Übergangsphase junger care leavers und zusätzlich dazu die eingeschränkte Qualifikation, die beschränkte Unterstützung und Ressourcen der Arbeitgeber, die care leavers auf dem Arbeitsmarkt unterstützen sollten.

[1] Weltbank: https://pubdocs.worldbank.org/en/185631608708604109/Moldova-Economic-Update-Special-Focus-Dec-22.pdf

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