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Ruth Zenkert

Von Anfang an war Ruth Zenkert an der Seite von Pater Georg Sporschill SJ maßgeblich am Aufbau von CONCORDIA beteiligt und wie eine Mutter für die unzähligen Straßenkinder, die bei CONCORDIA ein neues Zuhause fanden.

Sie wird 1962 im deutschen Schwäbisch Hall in eine Familie mit fünf Kindern geboren. Nach dem Abitur beginnt sie eine Ausbildung zur Programmiererin.1984 trifft sie - in seiner "Bibelschule" in Israel - erstmal auf Georg Sporschill. Eine Begegnung mit Folgen: Sie beginnt als Volontärin im von ihm gegründeten Jugendhaus der Caritas in Wien mitzuarbeiten. Gleichzeitig beginnt sie das Studium der Religionspädagogik, das sie 1988 abschließt. Mit allen Kräften arbeitet sie in den Jugend- und Obdachlosenhäusern von P. Sporschill SJ mit.

Sozialarbeit in Wien und Bukarest

Von 1988 bis 1993 übernimmt Ruth Zenkert die Leitung des Jugendhauses der Caritas in Wien. Aus dieser Zeit erzählt P. Sporschill SJ in seinem Buch "Die zweite Meile":

"Wenn wir die Polizei holen mussten, weil die Insassen die Tür einschlugen – es waren ja zum Teil Schwerverbrecher -, ging Ruth im Nachthemd hinunter und brachte die schweren Burschen allein mit der stillen Kraft ihrer Persönlichkeit dazu, ihre Waffen abzugeben, Pistolen, Springmesser, Schlagringe. Mit dem Vertrauen besiegte sie die Gewalt."

Ihr nächster Weg führt sie nach Bukarest, um mit Straßenkindern zu leben.

An diese Zeit erinnert sich Ruth Zenkert: "Wir haben das Straßenkinderprojekt nicht geplant. Wir haben einfach angefangen, ein Haus gekauft, Kinder aufgenommen. Wir setzten einen ersten Schritt und blieben offen dafür, unser Konzept notfalls auch von Grund auf zu ändern, wenn der Anfang sich als falsch erwies. Unser Prinzip war immer, dass wir von den Kindern lernen und sie nicht mit unseren Ideen überfahren. Für uns ist die Sozialarbeit kein hingebendes Opfer, sondern eine Herausforderung."

Ruth Zenkert übernimmt 20 Jahre lang die Projektleitung von „CONCORDIA“ in Bukarest, 1991 von P. Sporschill SJ gegründet.
Das Werk, das sie gemeinsam mit dem Pater aufgebaut hat, ist über die Jahre stark gewachsen, viele Häuser für Straßenkinder sind entstanden, tausende Freunde und Wohltäter wurden gewonnen, hunderte Mitarbeiter sind im Einsatz.

Ihre zahlreichen Erfahrungen und Lehren, die sie durch ihre Arbeit erfahren durfte, gibt sie in sogenannten Bimails (Erläuterung zu einen Bibelwort) weiter und Sie unterstützt P. Sporschill SJ bei der Herausgabe seiner Bücher.