
Eine schulische Ausbildung und das Erlernen eines Berufes ist für die Kinder und Jugendlichen besonders wichtig, um später eigenständig leben zu können.
Die Kinder im Sozialzentrum erhalten durch eine Lehrerin Unterstützung beim Lernen, werden mit dem CONCORDIA-Bus zur Schule gebracht und bei ihren Hausaufgaben unterstützt. Einige sind dabei, die Schule abzuschließen. Andere besuchen die Abendschule, um ihren Abschluss nachzuholen.
Die wenigsten Jugendlichen, die zu uns ins Sveti Konstantin kommen, haben eine Arbeit. Die Mitarbeiter motivieren Jugendliche und junge Erwachsene in den Wohngemeinschaften und im Zdrawei, eine Arbeit zu suchen. Sie unterstützen sie bei ihrer Suche, organisieren Fortbildungen und halten Kontakt mit Arbeitgebern. Es gibt einige Firmen, die regelmäßig Jugendliche vom Sveti Konstantin aufnehmen.
Im Erdgeschoss des Sozialzentrums befinden sich außerdem ein Kerzenatelier und eine Töpferei. Hier haben besonders jene, die schwer außerhalb des Hauses eine Arbeit finden, Möglichkeit, ihre kreativen Fähigkeiten zu schulen und etwas zu schaffen, auf das sie stolz sein können.
Stetige Weiterentwicklung für und durch die Jugendlichen
Dass die Hilfe zur Selbsthilfe Früchte trägt, zeigt sich besonders schön am Beispiel des Frisiersalons „Violetka“, der von drei Jugendlichen des Jugend- und Sozialzentrums „Sveti Konstantin“, in Sofia, ins Leben gerufen wurde.
Im Juni 2010 begannen die Jugendlichen mit einem Theorie- und Praxiskurs für Friseure und gemeinsam mit den Erziehern des „Sveti Konstantin“ wurde eine ehemalige Garage gemietet und mit Hilfe von Fachleuten und Jugendlichen zu einem Frisiersalon umgebaut. Seit kurzem dürfen sich die drei Lehrlinge über ihre bestandene Abschlussprüfung freuen und arbeiten seither unter der Anleitung einer Meisterin im Frisiersalon „Violetka“.
In der selbstgestalteten Broschüre liest man u.a. über den ganz besonderen Friseursalon: „Wir sind junge und begeisterte Leute, die sich entschieden haben, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Wir haben auf der Straße gelebt, wir haben in verschiedenen Heimen gelebt, wir haben im Park gelebt und auf Bahnhöfen … und wo nicht? Und nachdem wir einige Schwierigkeiten durchgemacht haben, ist uns bewusst geworden, dass das Leben schön ist, und dass wir etwas Wichtiges versäumen. Da haben wir uns entschieden, dass es Zeit ist, unser Leben zu ändern!
